Krankenhaus Spremberg

Das Krankenhaus Spremberg hat sich ein Höchstmaß an Patientensicherheit und Patienten-zufriedenheit bei gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit zum Ziel gesetzt.

Alle Maßnahmen des klinischen Risikomanagements zielen auf Erhöhung der Sicherheit der Patientinnen und Patienten. Professionell durchgeführte Diagnostik, Behandlung und Pflege soll vor Schäden bewahren.

Ihre Sicherheit ist uns wichtig!
Hier geben wir Ihnen einen kleinen Einblick in die vielfältigen Maßnahmen, die wir zur Erhöhung der Patientensicherheit umsetzen:

CIRS steht für Critical Incident Reporting System und ist ein Berichtssystem, das das Krankenhaus Spremberg seit 2015 einsetzt, um Risiken in der Patientenversorgung frühzeitig zu identifizieren. Das System ermöglicht es unseren Mitarbeitern (Beinahe-)Schadensfälle, unerwünschte Ereignisse anonym zu melden und Hinweise auf mögliche Gefahrenquellen zu geben. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und potentielle Fehlerquellen zu beseitigen. Alle Meldungen werden von einem interdisziplinär besetzten Team (Vertreter aus den Bereichen: Ärztlicher Dienst, Pflegedienst, Qualitätsmanagement) bearbeitet.

Die Patientensicherheits-Checkliste, die wir in unseren OPs einsetzen, orientiert sich an den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation sowie diverser Fachgesellschaften wie z.B. der deutschen Gesellschaft für Chirurgie.

Anhand der OP-Checkliste werden auf dem Weg des Patienten in den OP wichtige Punkte überprüft, wie z.B. die Patientenidentität, der durchzuführende Eingriff, die zu operierende Seite oder aber auch die Vollständigkeit der Befunde, und die zu erwartenden Risiken während des Eingriffs abgefragt. Nach der durchgeführten Operation wird mit Hilfe der Checkliste überprüft, dass das bei der Operation verwendete Material vollständig ist. So stellen die OP-Mitarbeiter sicher, dass keine Materialien in der Operationswunde vergessen wurden. Die Checkliste gibt unseren Mitarbeitern klare Vorgaben, die vor, während und nach einem operativen Eingriff zu überprüfen sind. Sie ist ein wertvolles Mittel, um Fehler zu minimieren und somit die Risiken für unsere Patienten so gering wie möglich zu halten.

Bei bestimmten Eingriffen oder Erkrankungen sowie in Notfallsituationen kann es erforderlich sein, dass Sie eine Bluttransfusion erhalten. Aufgrund der Risiken die mit der Gabe von Blutprodukten verbunden sind, hat der Gesetzgeber hier bereits strenge Vorgaben für die Kliniken erlassen. So wird unmittelbar vor Gabe der Bluttransfusion bei Ihnen am Patientenbett der sogenannte „Bedside-Test“ durchgeführt. Der „Bedside-Test“ wird auf einer kleinen Karte durchgeführt und dient dazu, unmittelbar vor der Bluttransfusion nochmals Ihre Blutgruppe sowie Ihren Rhesusfaktor mit dem der Blutkonserve abzugleichen. Schon bei der ärztlichen Entscheidung, ob eine Bluttransfusion für Sie erforderlich ist, unterstützen wir den ärztlichen Entscheidungsprozess mit einer sogenannten Transfusions-Trigger-Checkliste. Sollte im Bedarfsfall eine Bluttransfusion bei Ihnen erforderlich sein, wird die angeforderte Blutkonserve in unserem Labor für Sie bereitgestellt. Unter hohen Sicherheitsstandards wird die Blutkonserve von den Mitarbeitern des Labors an den abholenden medizinisch-pflegerischen Mitarbeiter übergeben.

Kaum ein Krankenhausaufenthalt erfolgt ohne die Gabe von Arzneimitteln. Wir setzen in unserem Krankenhaus eine Vielzahl an Arzneimitteln ein, darunter auch hochdosierte und stark wirkende Arzneimittel. Unsere Mitarbeiter arbeiten sehr sorgfältig und genau beim Einsatz von Arzneimitteln. Die geltenden Handlungsrichtlinien enthalten risikominimierende Maßnahmen, wie z.B. das 4-Augen-Prinzip beim Richten der Tagesmedikation und die 6-R-Regel: Richtiger Patient, Richtiges Arzneimittel, Richtige Dosierung, Richtige Applikation, Richtiger Zeitpunkt, Richtige Dokumentation.

DIVI-Etiketten (Etiketten-Standard der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin)
In der Intensiv-, Anästhesie- und Notfallmedizin werden sehr stark wirksame Arzneimittel eingesetzt. Bei der Anwendung dieser Arzneimittel ist besondere Vorsicht geboten. Unsere qualifizierten Mitarbeiter in den Bereichen Intensiv-, Anästhesie- und Notfallmedizin gehen mit Arzneimitteln äußerst sorgfältig um, womit eine hohe Sicherheit für Ihre Behandlung gewährleistet ist. Unterstützt wird dies durch die Verwendung von sogenannten DIVI-Etiketten. Diese Etiketten entsprechen dem modernen, von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) erarbeiteten Standard zur Kennzeichnung von Arzneimitteln, welche in Spritzen aufgezogen werden. Auch auf den allgemeinen Stationen werden alle Arzneimittel mit besonderen Etiketten gekennzeichnet. So können etwaige Verwechslungen oder Dosierungsfehler vermieden werden.

Zytostatika
Zytostatika sind hochwirksame Arzneimittel. Die Behandlung mit Zytostatika erfolgt daher immer patientenindividuell, das heißt, jeder Patient bekommt eine genau auf ihn abgestimmte und für ihn individuelle Dosis.

Jeder Mensch trägt in und auf seinem Körper Keime. Die meisten davon sind sowohl für gesunde als auch für kranke Menschen vollkommen harmlos. Einige können jedoch vor allem bei bereits geschwächten Patienten Infektionen auslösen und so zu einer Verzögerung des Genesungsprozesses oder sogar zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Um unsere Patienten, deren Begleitpersonen und Besucher vor einer Infektion mit ansteckenden Krankheitserregern zu schützen, sorgen wir mit einer Vielzahl an Maßnahmen für einen sehr hohen Hygienestandard in unserem Krankenhaus.

Multiresistente Erreger
Multiresistente Erreger stellen ein großes Problem dar, da die Erreger weitgehend resistent gegen Antibiotika sind. Überträger des Keims kann jeder sein, krank muss man sich dabei nicht unbedingt fühlen. Für Schwerkranke ist eine Infektion mit MRSA jedoch ein großes Risiko. Grundsätzlich wird in einer Klinik zwischen den mitgebrachten und den im Krankenhaus erworbenen MRSA-Fälle unterschieden. Mitgebrachte MRSA-Fälle sind diejenigen, welche bereits zum Zeitpunkt der Aufnahme bekannt oder in den ersten 48 Stunden des Klinikaufenthaltes diagnostiziert werden. Bei Risikopatienten wird ein Screening durchgeführt. Stellt sich heraus, dass der Patient einen Erreger in sich trägt, wird er isoliert.

Aktion saubere Hände
Bei der Vermeidung von Infektionen spielt die Händedesinfektion eine wesentliche Rolle. Die "Aktion Saubere Hände" ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance (eine Messgröße, die Ihnen widerspiegelt in wie weit Vorgaben zur Umsetzung kommen) der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen.
Unter den Experten ist man sich einig, dass sich mit keiner anderen Maßnahme Krankenhausinfektionen so wirksam bekämpfen lassen, wie durch das einfache Desinfizieren der Hände. So lassen sich in nur 30 Sekunden alle Erreger auf den Handflächen abtöten und damit eine Übertragung von schädlichen Keimen verhindern.
Schon mehr als 10 Jahre beteiligen wir uns an der Aktion. Mit der Anmeldung zur Kampagne haben wir uns verpflichtet bestimmte Mindestmaßnahmen umzusetzen. Umfangreiche Schulungsmaßnahmen, regelmäßig stattfindende Aktionstage sowie die Installation einer ausreichenden Anzahl von Händedesinfektionsmittelspendern an zentralen Stellen haben wesentlich zur besseren Compliance beigetragen. Dies wurde durch die Verleihung des Bronze-Zertifikats bestätigt.
Auch Besucher sollten beim Betreten und beim Verlassen des Krankenhauses, an den dort positionierten Händedesinfektionsmittelspendern, die Hände desinfizieren. Dies ist sinnvoll, weil Erreger auch durch Besucher in das Krankenhaus mitgebracht werden können und bei kranken und immungeschwächten Patienten zu verheerenden Folgen führen können oder um keine unsichtbaren Begleiter aus der Klinik mit nach Hause zu nehmen.

Antibiotikatherapie
Die Behandlung mit Antibiotika ist bei vielen stationären Patienten erforderlich. Nach bestimmten Operationen erhalten Sie prophylaktisch Antibiotika, um eine mögliche Infektion der Wunde zu vermeiden. In einigen Fällen sind Antibiotika jedoch für die Behandlung schwerster Infektionskrankheiten überlebenswichtig. Die Behandlung solcher schweren Fälle ist hochkomplex und wir arbeiten daher interdisziplinär eng zusammen.

Die Aufbereitung von bestimmungsgemäß keimarm oder steril zur Anwendung kommenden Medizinprodukten erfolgt unter Berücksichtigung der Angaben des Herstellers mit geeigneten validierten Verfahren. So ist der Erfolg dieser Verfahren nachvollziehbar und gewährleistet die Sicherheit und Gesundheit von Patienten, Anwendern oder Dritten. Dies gilt auch für Medizinprodukte, die vor der erstmaligen Anwendung desinfiziert oder sterilisiert werden. Die ordnungsgemäße Aufbereitung unserer Medizinprodukte erfolgt nach der gemeinsamen Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert Koch-Institut und des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Fragen stellen ...

  • Schreiben Sie sich Ihre wichtigsten Fragen vor einem Arztgespräch auf
  • Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben
  • Sprechen Sie uns an und scheuen Sie sich nicht, uns Fragen zu stellen - das ist Ihr gutes Recht

Hygiene ...

  • Unsere Ärzte und Pflegekräfte desinfizieren sich vor und nach einem Kontakt mit Patienten die Hände bzw. ziehen sich aus hygienischen Gründen Handschuhe an
  • Sprechen Sie uns an, wenn Sie beobachten, dass Mitarbeiter keine Händedesinfektion durchführen
  • Waschen und desinfizieren Sie sich selbst auch regelmäßig die Hände

Identitätssicherung ...

  • Sprechen Sie uns an, wenn Sie vor einer Maßnahme (bspw. Blutentnahme, Untersuchungen etc.) nicht nach Ihrem Namen gefragt werden
  • Identifizieren Sie sich mit Ihrem Vor- und Nachnamen und Ihrem Geburtsdatum

Medikamente ...

  • Informieren Sie uns, welche Medikamente Sie einnehmen (von einem Arzt verordnete Medikamente sowie selbstgekaufte, rezeptfreie Medikamente, pflanzliche Präparate etc.)
  • Informieren Sie uns über bekannte Arzneimittelunverträglichkeiten und Allergien
  • Falls Sie Fragen zur Einnahme eines Medikamentes haben, sprechen Sie uns an

Gefahrenquellen ...

  • Informieren Sie uns über bekannte persönliche Risiken wie Blutungsneigung, die Besiedelung mit multiresistenten Keimen, chronische Erkrankungen, bekannte Allergien und Unverträglichkeiten usw.
  • Sprechen Sie uns an, wenn Sie Hilfsmittel benötigen

Impfschutz ...

  • Achten Sie auf Ihren Impfschutz, um Infektionen und Krankheiten zu vermeiden